Schlagwort-Archiv: Theatermalerei

Neulich in Graz…

Wir setzen die Rückblende fort und schauen auf unsere ein Jahr zurückliegende Arbeit. Auf der Bühne der Oper Graz steht zunächst ein Weizenfeld, viel Biedermeiertapete und darüber ein zeltartiger Plafond. Aber dabei bleibt es nicht. Der Raum löst sich auf und wandelt sich, ohne vollständig verloren zu gehen. Die Ausstattung des Ballettabend, nach den Entwürfen der Bühnenbildnerin Saskia Rettig, stammte aus unseren Werkstätten. Alle Gewerke waren beteiligt: Metallbau, Holzbau, Dekorationsbau und Theatermalerei. Schön.

28. März 2017 – Bernhard Wedow

Minutenlanger Applaus für La Traviata

Viel Applaus erntete Rolando Villazón für seine Neuinszenierung der Verdi-Oper „La Traviata“ auf den diesjährigen Pfingstfestspielen im Festspielhaus Baden-Baden. Aber nicht nur Regisseur und Stars wurden mit Standing Ovations gefeiert, sondern auch das Bühnenbild von Johannes Leiacker begeisterte das Publikum. Entstanden sind die Kulissen – eine Mischung aus Zirkusmanege und Spielhölle – in unseren Werkstätten. Umso mehr freuen wir uns über den Erfolg!
Foto: © Andrea Kremper

26. Mai 2015 – Bernhard Wedow

Am laufenden Band

Schon wieder hat ein Bühnenbild unsere Werkstatt verlassen und ist nun in der österreichischen Hauptstadt am Theater an der Wien zu sehen. Während die Oper „La mère coupable“ hier am vergangenen Freitag Premiere feierte, gehört unsere Zusammenarbeit mit dem Theater an der Wien schon zum gut erprobten Repertoire.
Foto: © Herwig Prammer

11. Mai 2015 – Bernhard Wedow

La Traviata steht

Die Technische Einrichtung des Bühnenbildes für die Opernproduktion „La Traviata“, die auf den diesjährigen Pfingstfestspielen in Baden-Baden aufgeführt wird, ist abgeschlossen. Die Proben haben begonnen. Im Bild zu sehen ist eines von insgesamt 13 Prospekten, die in den vergangenen drei Monaten in unserem Malsaal entstanden sind.

6. Mai 2015 – Bernhard Wedow

Auf nach Baden-Baden

Die Pfingstfestpiele in Baden-Baden stehen vor der Tür. Zeit für die technische Einrichtung im Festspielhaus. Ein hertzer-Team hat sich bereits auf den Weg gemacht, um beim Aufbau von „La Traviata“ vor Ort zu helfen. Premiere der von Rolando Villazón inszenierten Verdi-Oper ist am 22. Mai.

27. April 2015 – Bernhard Wedow

Malen im Großformat

Von den insgesamt 1600 Quadratmetern Malerei für die Pfingsfestspiele in Baden-Baden ist hier nur ein winziger Ausschnitt zu sehen.

17. März 2015 – Bernhard Wedow

Theatermalerei bei hertzer

Auf einer Fläche von ca. 580 qm entstehen in den hertzer-Werkstätten nicht nur Dekorationsbauten, sondern auch großformatige Malereien. Der Theatermaler Dirk Seesemann arbeitet seit fünf Jahren für die hertzer GmbH und hat schon unzählige Bühnenbilder gestaltet. Im folgenden Kurzinterview berichtet er über seine Arbeit und sein aktuelles Projekt – „La Traviata“ für die diesjährigen Pfingstfestspiele in Baden-Baden:

Wie lange dauert es, ein Bühnenbild in der Größenordnung von „La Traviata“ fertigzustellen?
Dieses Bühnenbild besteht aus insgesamt 13 verschiedenen Prospekten – also 13 verschiedenen großformatigen Malereien – mit einer Gesamtfläche von etwa 1600 Quadratmetern. Wir arbeiten zu zweit an diesem Projekt und benötigen hierfür ca. drei Monate.

Was ist in diesem Projekt die größte Herausforderung?
Entscheidend für meine Arbeit ist es, die Intention des Bühnenbildners zu verstehen und diese nach seinen Vorstellungen umzusetzen. Bei „La Traviata“ stellt uns darüber hinaus die logistische Planung in der Werkstatt vor eine Herausforderung. Da wir für die Anfertigung der einzelnen Prospekte viel Platz benötigen, müssen alle Arbeitsschritte eng mit den anderen Produktionsbereichen wie Tischlerei und Schlosserei abgestimmt werden. Eine gute Koordination ist deshalb wichtig.

Was zeichnet die Arbeit eines Theatermalers aus?
Als Theatermaler setze ich nicht meine eigenen sondern die künstlerischen Ideen eines anderen – nämlich die des Bühnenbildners – um. Ich arbeite also nach einer genauen Vorlage und gestalte diese lediglich mit den handwerklichen Techniken der Theatermalerei künstlerisch aus. Wichtig ist, eine gemeinsame ästhetische Sprache mit dem Bühnenbildner zu finden. Hierzu fertige ich in der Regel verschiedene Arbeitsproben an, die wir gemeinsam bemustern. Erst, wenn wir uns über Material und Technik einig sind, fange ich mit der eigentlichen Gestaltung an.

Spannend ist, dass ich mich jedes Mal wieder auf ein neues Projekt einstellen und meine Erfahrung immer wieder neu überprüfen muss, um den jeweiligen Ansprüchen gerecht werden zu können. Faszinierend finde ich außerdem, dass sich meine Arbeit zusammen mit anderen Künsten zu einem Gesamtkunstwerk zusammenfügt. Vor den Augen der Zuschauer entfaltet sich auf der Bühne ein Konglomerat verschiedener Kunstrichtungen aus Musik, Schauspiel, Licht und Szenografie. Für mich ist es immer wieder ein schönes Gefühl, Teil des Gesamtkunstwerkes zu sein.

10. März 2015 – Bernhard Wedow

Bücher handgemalt

Man nehme etwas Torten- oder Gardinenspitze, bepinsele diese mit goldener Farbe und klebe das Ganze auf – fertig ist die perfekte Buchattrappe. Auf diese Weise entstehen in unserem Malsaal zur Zeit ganze Bücherwände.

23. Februar 2015 – Bernhard Wedow