Staatsoper unter den Linden

Die ersten Muster für die Dekorationsbauten des „Tristan“ stehen zwar noch in unserer Werkstatt, aber sie warten im Prinzip nur noch auf ihre Entsorgung. Beim nächsten Mal wird wieder alles anders sein. Neue Muster werden gebraucht, um eine neue, allmähliche Annäherung an die neue künstlerische Wahrheit zu finden. Der neue Tristan der Staatsoper und den Linden ist innerhalb der letzten drei Monate recht schnell in unseren Werkstätten entstanden und wird am Sonntag, den 11. Februar 2018 um 16:00 Uhr erstmalig zur Aufführung gebracht. Wer mit dem Bus anreisen möchte, der sollte sich über seine persönlichen Verbindungsmöglichkeiten und die genauen Abfahrtszeiten informieren, damit er rechtzeitig eintrifft. Aber Achtung, die Premiere ist bereits ausverkauft.

Berliner Ensemble

Selbst in über sieben Stunden Theatervergnügen werden nicht alle Details mit der ihnen angemessenen Aufmerksamkeit bedacht werden können. Wurden doch auch sie, die Kleinigkeiten, neben den großen Dekorationsbauten in meist ebenso liebevoller Handarbeit patiniert, bemalt, oft geschunden und halb zerstört, bekleckert und so für das große Ereignis zurecht gemacht, bleiben sie oft nur stille Statisten, die irgendwie da sind, das Bild füllen. Deshalb bieten wir hier einer kleinen Gruppe von Hygienehilfsmitteln eine Bühne und heben sie heraus aus ihrer Ecke, die auch ihrerseits in ihrer unreinen Schönheit gar nicht genug gewürdigt werden kann. Entworfen hat all das Schöne der Bühnenbildner Aleksandar Deniç für Frank Castorfs Inszenierung des Romans Les Miserables, welcher seinerzeit von Victor Hugo geschrieben wurde. Konstruiert, geplant, gebaut, bemalt, geschunden und patiniert haben wir das. Und jetzt sind wir auch froh, dass es fertig ist.

Museum Europäischer Kulturen

100 Prozent Wolle in Dahlem. Im Mittelpunkt der seit dem 05. November eröffneten Ausstellung steht neben der intellektuellen die sinnliche Vermittlung von textilen Kulturtechniken – hier wird gestrickt, gestickt und gehäkelt. Wer es nicht kann, lernt es hier. In der Tischlerei der hertzer GmbH entstanden erstmalig Ausstellungsbauten, die mehr Arbeitsflächen für Besucher, als Podeste und Vitrinen für Exponate bieten. So gibt es genug Platz und Workshop-Angebote, um mit der ganzen Familie die feinmotorischen Fähigkeiten und gleichzeitig den Horizont des Wissens zu erweitern. Vielleicht genau das Richtige, um in diesem oder sogar im nächsten Jahr ein paar Weihnachtsgeschenke herzustellen. Die Sonderausstellung ist mit einer Dauer von zwei Jahren geplant – könnte also auch vor Ostern wieder richtig interessant werden.

Deutsche Oper Berlin

Werkstücke nicht in Idealposition bearbeitet zu können, ist beim Bau von Theaterdekorationen, Kulissen und Requisiten eher der Regelfall. Im Fachjargon heißt es dann „Schweißen in Zwangslagen“. Beim Umbau dieses freundlichen Kleinwagens zu einem bühnentauglich abbrennenden Katastrophenfall ergaben sich durchaus mehrere Zwangslagen. Die letzte Produktion der Deutschen Oper Berlin, für die wir ein modifiziertes Automobil hergestellt haben, ist kein Publikumserfolg gewesen. Möglicherweise hat ein Camaro-Big-Wheel-Low-Rider auch wirklich nichts in einer Mozart-Oper zu suchen. Nun hoffen wir auf eine erfolgreiche zweite Chance mit einem Zwangslagen-Alltags-Citroen in einer Meyerbeer-Oper. Mehr soll an dieser Stelle nicht verraten werden.

Stiftung Oper in Berlin

Bei hertzer sind wieder mal „Hausbauwochen“. Diesmal begründet durch eine Produktion für das Berliner Staatsballet, im Auftrag des Bühnenservice der Stiftung Oper in Berlin. Bereits die Konstruktion der Kulissen ist von uns erstellt worden, den malerischen Abschluss führen die Werkstätten des Bühnenservice selber aus. Im Februar 2018 kommt es zur Premiere und erst dann werden wir verraten um welchen Spanier es hier wirklich geht.

Berliner Ensemble – NEU

Nach dem das aufgeregte Berliner Intendanten-Karussell seinen Betreib nun in neuer Besetzung aufgenommen hat, bleibt doch vieles beim Alten. Jedenfalls aus unserer Sicht. So bauen wir nun für das Berliner Ensemble eine Produktion von Hugos „Les Miserables“, in der Regie von Frank Castorf, zusammen mit dem Bühnenbilder Aleksandar Deniç. Für das Berliner Ensemble und sein Stammpublikum vielleicht eine neue Erfahrung und unter Oliver Reeses Vorgänger an diesem Ort sicher absolut undenkbar. Für uns ist sowohl das BE, als auch das Team Castorf/Deniç ein bereits bekanntes und erfolgreiches Setting – bekannt aus den Bayreuther Festspielen 2013 und dem Deutschen Schauspielhaus Hamburg. Wir freuen uns sehr über diese Art veränderter Konstante.

Flughafen Wien

Der Flughafen Wien hat ein neues Besucherzentrum. Seit Anfang Oktober ist die Ausstellung eröffnet und fasziniert ihre Besucher mit einem Blick hinter die Kulissen des Flughafenbetriebs. Nur einen Sommer lang waren wir damit beschäftigt die von Rüdiger Stern gestalteten Kulissen zu planen und zu produzieren. Es war ein erlebnisreicher Sommer mit vielen Flugstunden und einem erlebnisreichen Ergebnis.