Archiv für den Monat: März 2015

Pastor Ephraim Magnus

Das Bühnenbild von Aleksandar Denic für die Inszenierung von Frank Carstorf hat seine Premiere am Deutschen Schauspielhaus Hamburg gut überstanden. Fünf Stunden sind die Zuschauer bei diesem Stück gefordert. Nicht nur die Schauspieler ernteten viel Beifall. Auch das Bühnenbild erhielt vielfach gute Kritiken wie hier in einem Beitrag der DPA: „Überwältigender Dreh- und Angelpunkt ist das altertümlich verwinkelte Bühnenbild Aleksandar Denics, das immer wieder um sich selbst kreist. Dessen auffälligster Bestandteil ist eine riesige Teilrekonstruktion der 1945 zerbombten Potsdamer Garnisonkirche, um deren Wiederaufbau heute gerungen wird – Symbol für die Polarität von Glauben und Gewalt eines für Jahnn verwerflichen Christentums.“ (Ulrike Cordes, DPA)

25. März 2015 – Bernhard Wedow

In der Schlosserei

Wie ein gigantisches Spinnennetz spannt sich diese Stahlkonstruktion zur Zeit über unsere Schlosserei.

19. März 2015 – Bernhard Wedow

Malen im Großformat

Von den insgesamt 1600 Quadratmetern Malerei für die Pfingsfestspiele in Baden-Baden ist hier nur ein winziger Ausschnitt zu sehen.

17. März 2015 – Bernhard Wedow

Theatermalerei bei hertzer

Auf einer Fläche von ca. 580 qm entstehen in den hertzer-Werkstätten nicht nur Dekorationsbauten, sondern auch großformatige Malereien. Der Theatermaler Dirk Seesemann arbeitet seit fünf Jahren für die hertzer GmbH und hat schon unzählige Bühnenbilder gestaltet. Im folgenden Kurzinterview berichtet er über seine Arbeit und sein aktuelles Projekt – „La Traviata“ für die diesjährigen Pfingstfestspiele in Baden-Baden:

Wie lange dauert es, ein Bühnenbild in der Größenordnung von „La Traviata“ fertigzustellen?
Dieses Bühnenbild besteht aus insgesamt 13 verschiedenen Prospekten – also 13 verschiedenen großformatigen Malereien – mit einer Gesamtfläche von etwa 1600 Quadratmetern. Wir arbeiten zu zweit an diesem Projekt und benötigen hierfür ca. drei Monate.

Was ist in diesem Projekt die größte Herausforderung?
Entscheidend für meine Arbeit ist es, die Intention des Bühnenbildners zu verstehen und diese nach seinen Vorstellungen umzusetzen. Bei „La Traviata“ stellt uns darüber hinaus die logistische Planung in der Werkstatt vor eine Herausforderung. Da wir für die Anfertigung der einzelnen Prospekte viel Platz benötigen, müssen alle Arbeitsschritte eng mit den anderen Produktionsbereichen wie Tischlerei und Schlosserei abgestimmt werden. Eine gute Koordination ist deshalb wichtig.

Was zeichnet die Arbeit eines Theatermalers aus?
Als Theatermaler setze ich nicht meine eigenen sondern die künstlerischen Ideen eines anderen – nämlich die des Bühnenbildners – um. Ich arbeite also nach einer genauen Vorlage und gestalte diese lediglich mit den handwerklichen Techniken der Theatermalerei künstlerisch aus. Wichtig ist, eine gemeinsame ästhetische Sprache mit dem Bühnenbildner zu finden. Hierzu fertige ich in der Regel verschiedene Arbeitsproben an, die wir gemeinsam bemustern. Erst, wenn wir uns über Material und Technik einig sind, fange ich mit der eigentlichen Gestaltung an.

Spannend ist, dass ich mich jedes Mal wieder auf ein neues Projekt einstellen und meine Erfahrung immer wieder neu überprüfen muss, um den jeweiligen Ansprüchen gerecht werden zu können. Faszinierend finde ich außerdem, dass sich meine Arbeit zusammen mit anderen Künsten zu einem Gesamtkunstwerk zusammenfügt. Vor den Augen der Zuschauer entfaltet sich auf der Bühne ein Konglomerat verschiedener Kunstrichtungen aus Musik, Schauspiel, Licht und Szenografie. Für mich ist es immer wieder ein schönes Gefühl, Teil des Gesamtkunstwerkes zu sein.

10. März 2015 – Bernhard Wedow