Ein Grund zum Feiern.

25 Jahre Absolutes Halteverbot

Nicht stehenbleiben. Weitermachen. Bewegt Euch. Absolutes Halteverbot.

Wir haben drei Standorte verlassen, sind von Köpenick nach Weißensee in die Streustraße, dann in die Gounodstraße und von dort schließlich hierher gezogen, nach Pankow-Niederschönhausen. Immer hatten wir ein Unternehmen im Gepäck. Zuerst ein ganz kleines, dann ein gewachsenes. Beim letzten Mal hatten wir jedenfalls richtig zu schleppen. Umso schöner, dass die Standortdynamik nun zur Ruhe kommt und die hertzer GmbH eine feste Unterkunft gefunden hat. Das Grundstück und das Gebäude werden Betriebseigentum und dauerhaftes Zuhause werden. Ein neuer Abschnitt der Unternehmensgeschichte beginnt. Wird es deswegen ruhiger?

Die Jahre vergingen rastlos. Sie waren vielfältig und lehrreich. Hangelten wir uns anfangs von einem Projekt zum Nächsten, arbeiten wir heute gleichzeitig an vielen. Die Grenzen werden weiter und doch immer wieder übertreten. Nicht immer gelingt es die Erfahrungen eines Projektes auf ein Nächstes zu übertragen. Neue Lösungen und neue Verbindungen zu finden, ist unsere alltägliche Aufgabe. Es entsteht eine Dynamik, die auf Kontinuität basiert. Ein Teil dieser Kontinuität ist die Beharrlichkeit aller, die sich bei und für hertzer mit großer Loyalität engagiert haben oder engagieren. Über den Erfolg der Projekte hinaus, ist dies ein fundamentaler Beitrag für die Entwicklung des gesamten Unternehmens.

An eine Jubiläumsfeier dieser Art hatte vor 25 Jahren keiner geglaubt.
„Dauer“ ist bei hertzer tief verwurzelt. Mit all der darin enthaltenen Zeit. Wie weit der Weg wirklich werden würde, war mit dem ersten Schritt nicht abgesteckt. Weder in Jahren, noch in anderen Einheiten legten wir Ziele oder Etappen fest. Sie ergaben sich. Offensichtlich eine Haltung, die uns bis zu diesem Jubiläum gebracht hat. Ein Schritt nach dem anderen wird es weiter gehen. Noch immer im Halteverbot. Absolut.

Die Lustigen Weiber von Windsor

Nach dem Modell von Patrick Bannwart arbeiten wir an der Entstehung der Häuser Fluth und Reich, umgeben von einem reizlosem Garten, frischer Wäsche und einem herrlichen Pool. Wer darin baden geht, ist schon heute klar. Die wahre Schönheit des Mondes aber wird den einen oder anderen vielleicht doch noch überraschen. Am 3. Oktober wird die Oper unter den Linden, am Ort ihrer Uraufführung, in einer Inszenierung von David Bösch frisch ins Repertoire aufgenommen.

Bundeskanzler Willy Brandt Stiftung

„Nichts kommt von selbst. Und wenig ist von Dauer.“ Ein Zitat von Willy Brandt, das in unserer bisherigen Arbeit für die Stiftung sehr lebendig wird. Bei der aktuellen Verarbeitung von über drei Tonnen Eschenholzbohlen zu einer neuen Wanderausstellung, kommt nicht viel von selbst, während die 2011 von uns gebaute „Dauerausstellung“ im Forum Willy Brandt Berlin, bereits entsorgt ist. Die Stiftung ist gewandert und hat neue Räume bezogen, in die die Ausstellung nicht hineinpasste.

Humboldt Forum

Die Kunst am Bau besteht hier im konkreten Gedenken an all jene Architekten, die an der Gestalt der Schlösser und Paläste dieses Ortes mitgewirkt haben. Ihre Vornamen werden in umfassender Kontinuität aneinander gereiht. Christiane Dellbrügge und Ralf de Moll haben aus dem recycelten Betonfundament des noch unvergessenen Palastes einen Buchstabenfries aus 110 Teilen von Hand gegossen. Obwohl eine konkretere Manifestation der jüngsten Vergangenheit kaum denkbar ist, sind neue Lesarten der Geschichte theoretisch möglich. Was später davon spürbar sein wird, bleibt abzuwarten. Sicher ist, dass wir die Betonbuchstaben schon bald im Humboldt Forum installieren werden. Um die alten Geschichten und neuen Erinnerungen sicher vom Ort ihrer Entstehung zum Ort ihrer Herkunft zu bringen, haben wir schon mal sehr viele kleine Klötzchen für deren Lagesicherung in ihren Transportkisten vorbereitet – damit an der Stelle schonmal nichts schief geht.

Dauerausstellung im Bauhaus Museum Dessau

Bauhaus Museum Dessau

Im so genannten Südraum des neuen Museums arbeiten wir derweil an der Fertigstellung der Dauerausstellung, während um uns herum an der Fertigstellung des Gebäudes gearbeitet wird. Da es sich dabei in keiner Weise um einen Wettlauf handelt, spielt es auch keinerlei Rolle wer hier schneller ist. Es ist ja auch so, dass wir die kleinere Aufgabe haben und eben deshalb schneller sein können. Obwohl wir natürlich auch viel später angefangen haben. Am Ende soll es gut werden. Wie auch immer: wir sind guter Dinge, dass wir eine schöne Ausstellung bauen und umsetzen, was die Szenografen der chezweitz GmbH aus Berlin geplant haben. Spätestens am 08.09.2019 ist dann alles fertig und schön und … hertzer, wenn es gut werden muss.

Berliner Ensemble

Ein erster Blick in das Programm der nächsten Spielzeit am BE verrät, dass es am 06. September Brechts Baal geben wird. Ersan Mondtag ist zuständig für alles was er nachweislich ausgezeichnet kann: Regie, Bühne und Kostüm. Wir nehmen wohl kaum zu viel der Spannung, mit einer kleinen Vorschau in die noch unfertige, doch schon eindeutig sakrale Bühnendekoration. Welche Überraschungen Ersan Mondtag bis dahin entwickelt bleibt abzuwarten.

hertzer auf der stage set scenery in berlin 2019

Stage Set Scenery 2019

Zum wiederholten Mal sind wir auf dieser Messe nicht als Aussteller vertreten. Dennoch sind wir irgendwie dabei. Wir haben Spuren hinterlassen. Wer sie findet und den Fundort mit einem Foto nachweisen kann, der hat gute Chancen, den ersten Preis des diesjährigen hertzer-Gewinnspiels einzuheimsen: einen Kegelabend in Berlin, mit der Geschäftsführung der hertzer GmbH für zwei Personen. Der Gewinner wird aus allen Einsendungen ausgelost – wie immer. Einsendeschluss ist Freitag, der 21.06.2019. Bildnachweise sind als Selfie vor dem Fundort des Logos per Email zu senden an: info@hertzer.eu – toi,toi,toi.

L’isola disabitata

Noch mal Osterfestspiele. Nein, nicht Salzburg. Rheinsberg. Im Schlosstheater beginnen die Osterfestspiele am Karfreitag. Auch wenn dort die Bühne nicht ganz so breit ist, wie die der Konkurrenzveranstaltungen in Baden-Baden oder Salzburg, so ist sie doch in diesem Jahr von Herbert Kapplmüller gestaltet. Und siehe, eine kleine barocke Kulisse kann durchaus etwas Großes beitragen.

Otello

Robert Wilson ist sich treu geblieben und bietet dem Hörer einfache und großzügige Bilder an. Da sind nicht viele Details zu entdecken und keine aufwendig gestalteten Oberflächen dekorieren die Kulissen. Scherenschnitte architektonischer Elemente bewegen sich in einem abstrakten Raum, das Licht gibt ihnen Farbe und unterstützt ihre Symbolkraft. Eine einfache Bildsprache garantiert jedoch noch keine simple Konstruktionsaufgabe. Insbesondere dann nicht, wenn nahezu jedes Elemente szenisch bewegt werden will. Am Ende ist es wieder absolut Wilson. Wem das gefällt, der hat noch gute Chancen Verdis Spätwerk in dieser einzigartigen Form zu erleben. Die Berliner Philharmoniker spielen im Rahmen der Osterfestspiele nach der gestrigen Premiere noch drei weitere Vorstellungen im Festspielhaus Baden-Baden. Wem das nicht gefällt, der bleibt besser zu Hause und legt sich eine Schallplatte auf.

Babylon

Fast sieben Jahre nach ihrer Uraufführung in München, wird Jörg Widmanns Oper in der Berliner Staatsoper unter den Linden in einer überarbeiteten Fassung auf die Bühne gebracht. Laut Ankündigung auf der Website der Staatsoper „Eine Oper in Cinemascope“ – also wieder einmal ganz großes Babylon in Berlin.